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EUROPEAN KUNSTHALLE PHASE II „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“: Der Titel steht programmatisch für die zweite Phase der European Kunsthalle. Nach der Gründungsphase der European Kunsthalle war es das Ziel, sich in Gestalt einer temporären künstlerischen Raumstruktur an einem zentral gelegenen innerstädtischen Platz, dem Kölner Ebertplatz, zu verorten, um dort modellhaft eine Kunsthalle auf Zeit im städtischen öffentlichen Raum zu betreiben. Anliegen war es, der European Kunsthalle größere Sichtbarkeit und Präsenz vor Ort zu verleihen. Fünf international renommierte Künstler/innen waren eingeladen, Entwürfe für eine solche temporäre räumliche Struktur zu entwickeln, die nutzbar sein sollte für Ausstellungen, Kunstpräsentationen und kunstbezogene Veranstaltungen. Dieser Ansatz wurde zum Ausgangspunkt spannender und sehr unterschiedlicher künstlerischer Gestaltungen: Sie reichten von Markierungen eines lose definierten Raumes hin zu solide gemauerten Strukturen, die ihre Temporalität gleichwohl immer mitdachten. Der modulare Entwurf der in Wien und Los Angeles lebenden Künstlerin Dorit Margreiter, der sukzessive realisiert wurde, begriff den Ebertplatz selbst als bereits vorhandene Ausstellungshalle. Er sah den gesamten Platz als gegebene Einheit, in den sich die von der Künstlerin vorgeschlagenen Elemente – wie einen Screen oder eine L-förmige Wand – eingliederten, ihn zugleich neu definierten und ergänzende Möglichkeiten der Nutzung und Wahrnehmung vorschlugen – für Kunstinteressierente ebenso wie für zufällige Passanten. Dorit Margreiter ging damit auf die gegebene städtebauliche Gestaltung des Platzes ein und antwortete zugleich auf dessen Charakteristikum als Hauptverkehrsknotenpunkt und transitorischer sozialer Raum mit einer offenen, modularen Raumorganisation. Diese konnte als Ausstellungsarchitektur, Skulptur und als Markierungen für die Eckdaten einer Kunsthalle gelesen werden – und lud dazu sein, auch das Format „Ausstellung“ auf unterschiedlichen Ebenen zu denken – eine Aufforderung, die auf ganz verschiedene Weise aufgegriffen wurde. Zwischen Frühjahr 2008 und Herbst 2009 realisierten so unterschiedliche Künstler/innen wie Michel Auder, Michaela Eichwald, Christian von Borries, Vito Acconci, Artūras Raila, Janice Kerbel, Joachim Koester, Melvin Moti, Marcel Odenbach, Jürgen Stollhans, Stephen Willats, Julia Scher, Katja Davar, Miriam Bäckström und Yane Calovski künstlerische Arbeiten innerhalb dieses spezifischen Kontextes bzw. entwickelten neue Projekte für die „European Kunsthalle c/o Ebertplatz“. Parallel war die European Kunsthalle zwischen August 2009 und Mai 2010 eingeladen, das Programm des Ausstellungsraums Ludlow 38 vom Goethe-Institut New York zu gestalten. Während dieser Zeit kuratierte die European Kunsthalle eine Serie von Ausstellungen mit international renommierten, hauptsächlich europäischen Künstler/innen, die einmal mehr den dezentralen Charakter und die kooperative Struktur der European Kunsthalle unterstrich.
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